Dessert Tartelettes

Zitronen – Tartelettes

September 11, 2014
Zitronen - Tartelettes Foto: Maren Schwarz
Seit ich die ersten Urlaube in Frankreich verbracht habe und allerspätestens nach meiner Reise in die USA, bin ich dem Zauber der Zitronen-Tarte verfallen. Sie sind soooo lecker…und süß..und dabei genau richtig sauer. Einfach himmlisch! Und dabei sind die kleinen Köstlichkeiten gar nicht schwer zu machen. Ich habe mich dieses Mal an eine Besonderheit gewagt: Die hübschen Tupfen habe ich aus Swiss-Meringue gemacht.
Damit ihr die Lustigmacher auch ganz schnell auf eurem Tisch stehen habt, kommt hier das Rezept für 6 Tartelettes:

 Für den Teig:

120 g weiche Butter
50 g Puderzucker
180 g Dinkelmehl (630)
1 Eigelb
150 g weiße Schokolade

Für die Füllung:

125 g Zitronensaft
200 g Zucker
230 g Wasser
 30 g Stärkemehl
2 Eigelb
30 g Butter 

Für das Swiss Meringue-Topping: 

4 Eiweiß (Das übrige Eiweiß von Boden und Füllung + 1 zusätzliches)
75 g Wasser
200 g Zucker

Außerdem:

6 Tarte-Förmchen oder eine große Tarteform von 24-26 cm Durchmesser
Hülsenfrüchte zum Blindbacken
Auskühlgitter
Wallholz
Spritzbeutel
Offene (kleinzackige) Sterntülle
Butan-Brenner
 Einfach blind drauf los backen:
 Zuerst heizt ihr den Backofen auf 180 Grad vor. Mischt nun die Butter, das Mehl, das Eigelb und den Zucker und knetet sooo lange, bis ein gleichmäßiger, schön glänzender Teig vor euch liegt. Dieser Schönling muss jetzt für 30 Minuten in den Kühlschrank und sich von der Kneterei erholen. In der Zwischenzeit proben die Tarteförmchen ihren ersten Auftritt. Besonders praktisch sind die Förmchen, bei denen man den Boden herausnehmen kann. Wenn ihr solche habt, super! Wenn nicht: Es geht auch anders! Zeichnet nun auf ein Backpapier sechs Kreise, die so groß sind, wie der Boden eurer Tarteförmchen. Ausschneiden und mit einem Mini-Butterklecks auf die Böden kleben. Wenn ihr wollt, könnt ihr eure Förchmen noch komplett einfetten. Fünf Böden wieder zurück in ihre Förmchen legen, einen noch draußen lassen, da dieses Förmchen noch eine besondere Aufgabe zu erledigen hat!
Zitronen - Tartelettes Foto: Maren SchwarzZitronen - Tartelettes Foto: Maren Schwarz
Nach dem verdienten Schläfchen, darf der Teig jetzt raus aus dem Kühlschrank und ab in die Förmchen. Dazu knetet ihr den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch mal richtig durch. Drückt die Teigkugel auf der bemehlten Fläche mit eurer Hand schön flach. Etwas Mehl nach an das Wallholz und los gehts. Der Teig sollte zwar flach, aber nicht zu dünn ausgerollt werden, da die Tarte ansonsten nach dem Backen zu wenig Stand hat. Jetzt kommt das sechste Förmchen ins Spiel: Mit ihm könnt ihr schöne Teigkreise ausstechen, welche perfekt in eure Förchen passen werden! Die Teigkreise aufnehmen und in die Förmchen drücken. Das ganze sechs Mal machen und schwup di wupp habt ihr alle sechs Förmchen mit Teig bestückt. Den Teig noch  an die Förchmen drücken. Wichtig: Den Teig nicht zu dünn drücken!
Jetzt geht es an die Feinheiten: Damit der Teig “atmen” kann, stecht ihr nun mit einer Gabel kleine Löcher in den Teig. (Siehe Bild unten). Danach könnt ihr die Hülsenfrüchte, ich habe getrocknete Erbsen verwendet, in den Förmchen verteilen. Das ganz wird nun für 12 Minuten bei 180 Grad blindgebacken! Nach der Backzeit die Tartelettes zum Abkühlen (in der Form!) auf ein Gitter setzten.
Mhhhmm…weiter zur Füllung:
 
Für die Füllung bringt ihr den Zitronensaft zusammen mit dem Zucker und 130 g Wasser langsam zum Köcheln. In einer kleinen Schüssel könnt ihr währenddessen die Eigelbe mit 100 g kalten Wasser und dem Stärkemehl verrühren. Sobald die Zitronensaftmischung anfangt zu Köcheln, könnt ihr den Eigelb-Stärkemix schnell unterrühren und so lange weiterköcheln, bis die Masse anfängt anzudicken. Wenn die leckere Füllung schön dickflüssig ist, könnt ihr den Topf vom Herd nehmen und den Inhalt in eine kalte Schüssel geben. Dort fügt ihr die Butter flöckchenweise hinzu und rührt so lange, bis sich eine homogene Masse gebildet hat. Das Ganze kommt jetzt zum Abkühlen in den Kühlschrank.
Die weiße Schokolade über einem Wasserbad zum schmelzen bringen. Vorsicht: Das Wasser sollte weder kochen noch die Schokolade berühren!
Wir setzten zum Endspurt an!
 Die abgekühlten, super lecker duftenden Böden können jetzt von den Hülsenfrüchten befreit werden. Dazu sehr vorsichtig die Erbsen aus den Böden schütten. Tipp: Die Hülsenfrüchte nicht wegwerfen, sie können immer wieder zum Blindbacken verwendet werden!
Streicht die geschmolzene weiße Schokolade auf die Tarteböden und lasst sie etwas fest werden. Wenn die Zitronenmasse vollständig abgekühlt ist, könnt ihr sie auf alle sechs Förmchen verteilen und wieder zurück in den Kühlschrank stellen.
Das i-Tüpfelchen auf den Tartelettes…
 
Sauer macht zwar lustig, etwas Süße schadet aber auch nie! Deshalb verfeinern wir unsere Tartelettes noch mit süßen kleinen Meringue-Tupfen. Bei diesen Tartelettes habe ich jedoch keinen “normalen” Baiser verwendet, sondern eine abgewandelte, etwas standhaftere und besser zu spritzende Variante: Die Swiss Meringue. Dazu erhitzt ihr den Zucker zusammen mit dem Wasser in einem Topf so lange, bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat. Währenddessen könnt ihr das Eiweiß steif schlagen. Den Zuckersirup jetzt in einem dünnen Strahl nach und nach unter das Eiweiß geben und weiter rühren, bis die Masse bis vollständig abgekühlt ist. Befüllt den Spritzbeutel mit der kalten Meringue-Masse und garniert die Törtchen so wie es euch  gefällt 🙂
Mit dem Butan-Brenner könnt ihr der Meringue noch eine schöne Farbe verleihen. Aber bitte schööööööön vorsichtig mit dem Brenner umgehen, denn: Die Bräunung setzt recht flott ein!
Zitronen - Tartelettes Foto: Maren Schwarz Zitronen - Tartelettes Foto: Maren Schwarz
Und immer daran denken: Sauer macht lustig und Spaß kann man ja bekanntlich nie genug haben! 🙂
In diesem Sinne, alles Liebe, eure Maren!

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