Dessert Kuchen Layercake Törtchen

(Indianer-) Bananen – Karamell – Törtchen

Oktober 10, 2014
Pflaumen - Torte Foto: Maren Schwarz
Um eure grauen Zellen bei Laune zu halten, gibt es zum heutigen Törtchen ein kleines Rätsel:
Was ist außen grün, innen gelb und hat viele große, dicke, schwarze Kerne?
Pflaumen - Torte Foto: Maren Schwarz Pflaumen - Torte Foto: Maren Schwarz
Kennt ihr nicht? Na, ich bis vor einigen Wochen auch nicht! Genauer gesagt kannte ich des Rätsels Lösung nicht, bis meine Freundin Nicola mir anbot, INDIANERBANANEN mitzugeben. Indianerbananen?! Ja, genau so heißen die exotischen Früchte, die  ursprünglich aus Nordamerika stammen. Ihr fragt euch jetzt bestimmt, wie ich als bekennendes Schwarzwald-Mädchen an Früchte aus Nordamerika komme. Das ist eigentlich ganz einfach: Die liebe Nicola arbeitet bei mir in der Nähe in der “Marktscheune”. Dort gibt es die tollen Früchte, da ein Bauer in der Ortenau sie anbaut. In der Marktscheune werden nämlich ausschließlich regionale Produkte verkauft. Neben einem kleinen Markt gibt es auch ein nettes Kaffee, wo man tollen, hausgemachten Kuchen essen kann 🙂 Schaut doch einfach mal auf der Homepage der Marktscheune vorbei, die haben sogar einen Online-Shop, für alle, die nicht das Glück haben im schönen Schwarzwald zu wohnen.
Aber jetzt wieder zurück zur Indianerbanane und dem Törtchen, dass ich daraus gezaubert habe. So sieht die Frucht aus:
  Das Fruchtfleisch ist sehr weich und süß. Die Schale ist ungefähr so, wie bei einer Mango. Den Geschmack der Indianerbanane kann ich nur schwer beschreiben, aber ich versuche es mal: Als ich sie in der Marktscheune abgeholt habe und sie mit nach Hause genommen habe, roch mein ganzes Auto nach Quitten. Als ich sie dann probiert habe, fand ich, dass sie wie eine Mischung aus Bananen und Birne schmecken. Ziemlich schwer zu beschreiben, aber sie schmecken auf jeden Fall lecker! Deshalb habe ich auch dieses leckere Törtchen daraus gezaubert: Ein Inidanerbananen-Törtchen mit Butterscotch-Creme….Leeeeckeeeeer!!!
Wenn ihr jetzt neugierig auf diese exotische Torte geworden seid, dann habe ich jetzt für euch das Rezept! Es reicht für drei Böden mit jeweils 20 cm Durchmesser.
Pflaumen - Torte Foto: Maren Schwarz
 
Für den Teig:
4 Indianerbananen
450 g Dinkelmehl
2 TL Backpulver
200 g Butter
420 g Zucker
1 P. Vanillezucker
3 Eier
300 ml Milch
2 TL Weißweinessig
Für die Creme:
750 g Butter
4 Eiweiß
1 Prise Salz
250 g Zucker
100 ml Wasser
2 Dosen gezuckerte Kondensmilch (à 400 ml)
Außerdem:
Springform (20 cm Duchmesser)
Auskühlgitter
Großes Brotmesser
Palette / Konditormesser
Schüssel für Wasserbad
Spritzbeutel
Sterntülle
Jetzt geht es endlich los!
 Zunächst den Backofen auf 180 Grad (Heißluft) vorheizen. Die Backform fetten und mit Backpapier auskleiden. Die Indianerbananen der Länge nach durchschneiden und das Fruchtfleisch mit einem Löffel auskratzen. Die schwarzen Kerne entfernen. Ds Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken. Die Butter sollte nicht zu fest sein, am besten 20 Minuten vor dem Beginn aus dem Kühlschrank holen. In einer Schüssel die Butter cremig aufschlagen. Den Zucker und den Vanillezucker dazugeben und weiterrühren. Nach und nach die drei Eier dazu geben und verrühren. Die Milch mit dem Essig mischen. In einer anderen Schüssel das Mehl mit dem Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch-Essig-Mischung zu der Butter-Zucker-Ei-Masse geben. Alles von Hand gründlich verrühren. Zum Schluss die zerdrückten Indianerbananen unterheben. Den Teig jetzt entweder auf einmal backen (ca. 1 Stunde 15 Minuten) oder auf drei Backvorgänge aufteilen (ca.30 Minuten je Boden) und in den Backofen schieben.
Die Böden nach dem Backen vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Weiter zur Creme:
Für die Creme zuerst die gezuckerte Kondensmilch in Karamellcreme verwandeln. Dazu die geschlossenen Dosen in einem Topf mit Wasser für ca. 2,5 Stunden kochen. Wer einen Thermomix hat, kann die Dosen auch in den Gareinsatz geben und bei 100 Grad 2,5 Stunden Stufe 1 garen. Die Masse auf jeden Fall in der geschlossenen Dose vollständig auskühlen lassen. In manchen türkischen Supermärkten gibt es diese Karamellcreme jedoch auch schon fertig zu kaufen.
Die zimmerwarme Butter in einer Schüssel aufschlagen, bis sie hellgelb wird. In einer weiteren Schüssel das Eiweiß mit einer Prise Salz steif aufschlagen. Beides beiseite stellen. In einem Wasserbad den Zucker mit dem Wasser aufkochen, bis der Zucker vergangen ist. Zur Probe einfach die Masse zwischen den Finger reiben. Sind keine Zuckerkristalle mehr spürbar, ist der Sirup fertig. Den Sirup langsam und nicht auf einmal in den Eischnee gießen und diesen weiterrühren. So lange rühren, bis die Eischnee-Zucker-Masse abgekühlt ist. Das kann einige Minuten dauern! Ist der Baiser abgekühlt, kann die cremig gerührte Butter nach und nach dazugegeben werden. So lange rühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Jetzt die kalte Karamellcreme in die Masse einrühren. Bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.
Das Finish:
Ist der Boden vollständig ausgekühlt, kann er zwei Mal durchgeschnitten werden. Das geht am Besten mit einem Großen Brotmesser. Wenn ihr die Böden in drei Teilen gebacken habt, müsst ihr sie natürlich nicht mehr druchschneiden!
Den ersten Boden auf eine Tortenplatte legen und mit der Butterscotch-Creme bestreichen. Beim zweiten und dritten Boden genauso verfahren und das Törtchen für ca. 1 Stunde kalt stellen. Danach das gesamte Törtchen mit der Creme ummanteln und mit dem Rest verzieren. Ich habe mit der Sterntülle einige Rosetten aufgetragen.
Traut euch auch öfters an neue Zutaten und Rezepte, es lohnt sich!
Pflaumen - Torte Foto: Maren Schwarz Pflaumen - Torte Foto: Maren Schwarz Pflaumen - Torte Foto: Maren Schwarz Pflaumen - Torte Foto: Maren Schwarz
Alles Liebe, eure Maren!

Das Törtchen war wirklich super lecker! Die Indianerbananen haben dem Teig nicht nur einen ausergewöhnlichen Geschmack gegeben, sondern haben auch dafür gesorgt, dass der Teig richtig schön luftig wird. Wenn ihr keine Indianerbananen bekommen könnt, könnt ihr auch normale Bananen nehmen und diese mit etwas Zitronensaft aufpeppen.

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