Plätzchen Weihnachten

Plätzchen: Husarenkrapfen, Christstollen-Cantuccini, Hilda

November 18, 2014
Weihnachtsplätzchen Foto: Maren Schwarz
Ach du schöne Vorweihnachtszeit! Was gibt es schöneres, als im Dezember bei einem heißen Tee und Weihnachtsmusik in der wohlig-warmen Küche Plätzchen zu backen. Und das, während draußen der erste Schnee fällt. Vom Naschen nebenher mal ganz abgesehen… 😉
Heute habe ich vier Plätzchenrezepte für euch: Die beiden Klassiker Hilda-Plätzchen (oder auch Spitzbuben) und Husarenkrapfen, und zwei etwas ausgefallenere Plätzchen: Schoko-Erdnussbutter-Husarenkrapfen und Christstollen-Cantuccini!
 Weihnachtsplätzchen Foto: Maren Schwarz

Leider kann ich die Vorweihnachtszeit nicht immer ganz so doll genießen wie andere…denn: Ich habe immer von Anfang Dezember bis kurz vor Weihnachten
Prüfungen in der Uni. Deshalb muss ich immer ganz schön viel Zeit am Schreibtisch verbringen, anstatt auf dem Weihnachtsmarkt Glühwein zu trinken, Plätzchen zu backen und in den Geschäften zu bummeln. Naja ok…vielleicht übertreibe ich ein bisschen…Plätzchen backe ich eigentlich sehr viele. Manchmal sogar eine Sorte pro Tag. Ich mache dann nur kleine Mengen, die Plätzchen müssen ja auch noch gegessen werden! Neben dem Lernen für die Klausuren und dem Schreiben von Hausarbeiten ist es einfach super entspannend mal für eine kurze Zeit in der Küche sich mit den schönen Dingen des Lebens zu beschäftigen. Da kann ich so richtig abschalten. Herrlich!

Als erstes möchte ich euch mein Lieblingsrezept für Hilda-Plätzchen zeigen. Manche sagen dazu auch Spitzbuben. Das Rezept habe ich von meiner Schwester bekommen und es ist einfach nur lecker! Aber seht selbst…

Das Rezept ergibt ca. 30 Plätzchen

Für den Teig:

200 g Butter

150 g Zucker

1 TL Vanille-Extrakt

2 mittelgroße Eier

400 g Dinkelmehl

1 Prise Salz

Für die Füllung:

1 Glas Johannisbeergelee (Selbstgemacht schmeckt er am besten!)

Außerdem:

50 g Puderzucker

Plätzchenausstecher (1x groß, 1x klein)

Auskühlgitter

Backpinsel

Nudelholz

Und los!

Für den Teig die Butter mit dem Zucker, dem Vanille-Extrakt und der Prise Salz cremig rühren. Dazu verwendet ihr am besten das Handrührgerät. Die beiden Eier dazugeben und weiterrühren. Zum Schluss das Dinkelmehl zum Rest geben und alles zu einem Teig verarbeiten. Ich mache das immer von Hand, da es so für mich am besten geht. Damit der Teig nicht friert, packt ihr ihn gut in Folie ein und legt ihn für 30 Mintuten in den Kühlschrank.

Nach den 30 Minuten darf der Teig aus dem Kühlschrank und der Ofen auf 160 Grad (Heißluft) vorgeheizt werden. Den Teig nochmals gut durchkneten und dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Vorsicht: Nicht zu dünn ausrollen, sonst brechen die Plätzchen später leicht! Jetzt könnt ihr die Plätzchen ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Stecht zuerst die Plätzchen mit dem großen Ausstecher aus und stecht dann bei der Hälfte der Plätzchen nochmal das Innere mit einem kleineren Ausstecher aus. Ab damit auf´s Backblech und für ca. 10-12 Minuten backen. Behaltet die Plätzchen im Ofen am besten im Auge, damit sie nicht zu dunkel werden. Die Plätzchen sollten schön hellgelb sein.

Weihnachtsplätzchen Foto: Maren Schwarz

Nach der Backzeit die Plätzchen auf einem Auskühlgitter auskühlen lassen. Die Plätzchen ohne Loch mit Johannisbeergelee bestreichen und dann ein Plätzchen mit einem Loch obendrauf setzten. Voilà!

Jetzt fehlt nur noch der letzte Schliff, dann sind die Hildas auch schon fertig. Gebt zu dem Puderzucker ein klitzekleines bisschen Wasser und rührt damit einem dicken, weißen Zuckerguss an. Mit einem Pinsel auf die obere Seite des Plätzchens den Guss streichen. Trocknen lassen und dann genießen!
 Weihnachtsplätzchen Foto: Maren Schwarz

Weiter geht es mit den Husarenkrapfen. Der Grundteig ist für beide, die normalen und die mit Erdnussbutter gleich. Aus dem Teig könnt ihr ca. 30 Plätzchen machen.

Für den Teig:

110 g Butter

150 g Dinkelmehl

80 g Zucker

1 P. Vanillezucker

1 Ei

1 Prise Salz

3 EL Kakaopulver

Für die Füllung:

1 Glas Himbeermarmelade (ohne Kerne)

1 Glas Erdnussbutter (ohne Stücke)

Außerdem:

1 Kochlöffel

Auskühlgitter

Puderzucker

Ran an die Plätzchen:

Zunächst geht es natürlich mit dem Grundteig los. Hierzu das Ei trennen. Das Eiweiß könnt ihr für andere Plätzchen wie zum Beispiel Zimsterne verwenden. Die Butter mit dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Salz und dem Eigelb verrühren. Das Mehl und das Kakaopulver dazugeben und alles zu einem leckeren Teig verarbeiten. Nach dem ausgiebigen Kneten darf es sich der Teig jetzt in Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank für ca. 1 Stunde bequem machen.

Nach der Ruhepause den Teig aus dem Kühlschrank holen und den Backofen auf 160 (Heißluft) vorheizen. Aus dem Teig formt ihr kirschgroße Kugeln und setzt diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Bei mir waren die Kugeln etwas größer, was auch nicht schlimm war. Sitzen alle Kugeln in Reih und Glied auf dem Blech, kommt jetzt der Kochlöffel zum Einsatz: Mit dem Stiel drückt ihr eine Mulde in die Kugeln. So werden aus den Kugeln etwas flachere Plätzchen und ihr schafft Platz für die leckere Füllung!

Weihnachtsplätzchen Foto: Maren Schwarz

Die fast fertigen Husarenkrapfen für ca. 12-15 Minuten im Backofen backen. Achtet auch hier darauf, dass die Plätzchen nicht zu lange im Ofen sind.

Puuh…Erstmal zurücklehnen, Tee trinken und kurz durchschnaufen.

Weiter geht’s! Die Plätzchen aus dem Ofen holen und auf einem Auskühlgitter auskühlen lassen.

Die Erdnussbutter in einen Spritzbeutel geben und mit einer kleinen Sterntülle eine kleine Rosette in die Mulde spritzen. Die Marmelade könnt ihr einfach mit einem Löffel einfüllen.

Die Husarenkrapfen mit der Marmelade mit Puderzucker bestreuen.

Und fertig! Soooo schnell habt ihr zwei Sorten Plätzchen gemacht. Echt klasse!

P.S.: Die mit Marmeladen befüllten Plätzchen könnt ihr mindestens drei Wochen aufbewahren. Die mit Erdnussbutter leider nur eine Woche. Sie schmecken dann zwar immer noch super, aber die Erdnussbutter trocknet stark aus. Aber ich wette, dass sie sowieso keine Woche bei euch alt werden 😉

Weihnachtsplätzchen Foto: Maren Schwarz

Weihnachtsplätzchen Foto: Maren Schwarz

Zum Schluss kommen noch die Christstollen-Cantuccini. Ich mag ja sehr gerne die Mischung aus Orangeat, Zitronat, Nüsse und in Rum eingelegten Rosinen…Aber so ein Christstollen ist doch ziemlich groß und kann meistens nicht ganz gegessen werden. Deshalb habe ich einfach eine Plätzchen-Variante daraus gemacht!

Mit den angegebenen Mengen könnt ihr ca. 15 Stück machen.

Über Nacht einweichen:

30 g Rosinen

3 EL Rum

2 EL Zucker

 

Für den Teig:

80 g Butter

1 Ei

80 g Zucker

1P. Vanillezucker

30 g Orangeat

30 g Zitronat

50 g Mandelkerne (ganz oder leicht zerkleinert)

150 g Dinkelmehl

1 TL Backpulver

Außerdem:

Puderzucker

Los geht´s:

Am Vorabend den Rum mit dem Zucker und ca. 30 ml Wasser aufkochen und über die Rosinen geben. Das ganze über Nacht einlegen.

Am nächsten Tag mit dem Rührgerät oder der Küchenmaschine die Butter mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Ei verrühren. Das Mehl und das Backpulver dazugeben und zu einem Teig kneten. Ist der Teig fertig, können Mandelkerne, Orangeat, Zitronat und die eingelegten Rumrosinen untergehoben werden. Wundert euch nicht wenn der Teig sehr klebrig ist. Das ist ok so Verpackt den Teig jetzt in Frischhaltefolie und legt ihn für 30 Minuten in den Külschrank.

Den Backofen auf 180 Grad (Heißluft) vorheizen. Nach den 30 Minuten könnt ihr den Teig rausholen und aus ihm zwei Stangen formen. Wenn der Teig noch zu klebrig ist, könnt ihr ihn nochmal in den Kühlschrank geben. Wenn nicht: die Rollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 15-20 Minuten backen.

Weihnachtsplätzchen Foto: Maren Schwarz

Danach die Rollen rausnehmen und in ca. 2-3 cm dicke Scheiben schneiden. Mit Puderzucker bestreuen und nochmals für ca. 10-15 Minuten richtig schön goldbraun backen…Lecker wie das duftet!
Nach dem letzten Backofengang die Plätzchen auskühlen lassen und nochmal in Puderzucker hüllen.

So meine Lieben, das war´s für heute! Nächste Woche gibt es wieder 4 Plätzchenrezepte für euch und am Sonntag selbstverständlich das Törtchenzauber-Spezial zum 2. Advent. Ich versuche es diesmal etwas früher hochzuladen…Letzte Woche habe ich es auf Grund der Klausuren leider nicht vor 17 Uhr geschafft.

Genießt die schönste Zeit des Jahres und lasst euch nicht zu sehr vom Weihnachtsstress aus der Ruhe bringen!

Alles Liebe, eure Maren!

Weihnachtsplätzchen Foto: Maren Schwarz

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